Wie reich werden – Teil 4 – Money Management

5. September 2015

Reich wird man nur, wenn man viel Geld verdient oder cleveres  Money Managment  spart. Nun um viel Geld zu verdienen braucht man oft ein gutes Studium, Vitamin B oder einfach viel Glück, das trifft wohl auf die wenigsten zu. Vorallem geh ich davon aus, dass der normale Leser eher zu den Normalverdienern zählt und auf smartes Money Managment angewiesen ist.

Diejenigen unter euch, die schon mal online Poker oder Traiding betrieben haben, sollten diesen Begriff als eines der wichtigsten Instrumente zum Thema reich werden bereits verinnerlicht haben. Natürlich lässt sich das Ganze auch auf das Leben ausweiten. Ein Grundsystem was Übersicht schafft und mehr oder weniger erfolg garantiert.

Was ist Money Management?

Das Money Management ist das A und O um sein Kapital zu vermehren und vor großen Verlusten zu schützen. Im weitesten Sinne geht es darum sein vorhandenes Geld gut einzuteilen und kein zu großes Risiko einzugehen um das Geld zu vermehren.

Ich erkläre das am besten an einem fiktiven und vereinfachten Beispiel aus dem Online Poker: Angenommen der Spieler hat auf seinem Account 100€. Nun setzt er sich an einen Tisch an den man 100€ setzen kann. Weil er sicher ist die beste Hand zu halten setzt er alles –und zack – er verliert! Eine Fehlentscheidung bzw. ein Fakt der nicht in seiner Hand liegt und das ganze Geld ist weg. Doof, oder? Und genau deswegen wäre es zum Beispiel sinnvoller mit maximal 5% von seinem Vermögen also in dem Fall 5€ an einem Tisch zu spielen. Setzt man immer nur 5% von seinem Vermögen ist es theoretisch unmöglich pleite zu gehen.

Hier findet ihr ein schönes Beispiel zum Thema Money Management beim Traiding

Wieso Real Life Money Management?

Ja gut aber was bringt mit das jetzt? Ebenso wie beim Poker oder Traiding kann immer etwas passiern, was zu ungeplanten Ausgaben führen kann. Zum Beispiel wird man gekündigt, das Auto geht kaputt oder man will sich doch mal was leisten und und und… Außerdem schreibe ich ja immer, dass es nicht schöneres gibt als das Geld für sich Arbeiten zu lassen. Nimmt man nun alles aus einem Topf, genauer einem Konto, verliert man den Überblick oder man investiert zuviel in einem Bereich und schubs ist alles weg.

Ich denke die Beispiele verdeutlichen, warum es wichtig ist sein Geld sinnvoll einzuteilen.

Wie wende ich das ganze an?

Mein RLMM  – System besteht aus 4 Positionen:

  • Laufende Kosten (Miete, Versicherung, Handy etc.)
  • Sicheres sparen (Für Haus, Auto, Ferien zb. auf etc. )
  • Risiko Investition (Aktien, Binäre Optionen, Devisenhandel)
  • Just for fun (Kino, Kleidung, Hobbies etc.)

Nun gilt es das ganze sinnvoll aufzuteilen. Klar setzt so ein System vorraus, das man sich mehr Geld hat als man als Fixkosten jeden Monat hat. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte man schleunigst seine Ausgaben senken oder für zusätzliche Einnahmequellen sorgen.

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten sollten mit ca. 50-60% vom monatlichen einkommen veranschlagt werden. Kostenpunkte die hier bedacht werden sollten sind Miete, Essen, Pflegemittel, Telefon  & Internet, Versicherungen, Auto also alle Kosten die regelmäßig anfallen. Ich schlage zum Beispiel, auch wenn sie nur einmal im Jahr kommt, auf meine monatlichen Kosten auf.

Sicheres sparen

10% des Einkommens oder etwas mehr sollten monatlich auf ein separates Sparkonto, zum Beispiel ein Tagesgeldkonto, Bausparer oder Vermögenswirksame Leistungen laufen. Das Konto soll dazu dienen sichere Rücklagen zu schaffen oder  Ziele wie ein neues Auto zu ersparen.

Risiko Investition

Das ist ein Punkt der wohl nicht für jedermann sinnvoll ist. Hierbei geht es darum in einem Bereich zu investieren der auch zu Verlusten führen kann. Hier ist die Rede z.B. von Aktien, Binäre Optionen, Devisenhandel für risikoreiche Anleger die noch etwas mit dem Geld spielen wollen oder Crowdinvesting  für den nicht so spielfreudigen aber dennoch risikobereiten Anleger. Mit 5-10% ist man hier gut dabei. Sollte man nicht so auf spekulieren stehen, empfiehlt es sich diesen Betrag auch sicher wegzusparen.

Auch bei mir geht inzwischen monatlich nichts mehr in Risikoanlagen, da ich in diesem Bereich schon genug Geld stecken habe und glücklicherweise eher öfter was rausnehm und für meine Freizeit nutzte, je nachdem wie der Monat so lief 😉

Just for fun

20-35% also der Rest sollte fürs Gemüt sein 🙂 Ich denke hier findet jeder seine Möglichkeiten das Geld loszuwerden.

Ein sinnvolles RLMM bei 1500€ monatliche Einnahmen könnte also wie folgt aussehen :

Anteil Betrag Nutzen
Laufende Kosten 60% 900€ Miete, Essen, Auto…
Sicheres sparen 10% 150€ Gehen aufs Tagesgeldkonto
Risiko Investition 10% 150€ Gehen in einen Aktienfond, Bauen ein Traidingkonto auf
Just for fun 20% 300€ Party, Party, Party 🙂

Eine Übersicht über die anderen Artikel dieser Serie findest du hier

One Comment

  • Jan 27. September 2015 at 10:20

    Hallo,
    ein interessantes System welches du vorstellst. Ich selbst habe ein ähnliches Grundgerüst aufgebaut und dann den Sparbetrag mit jedem Monat ein bisschen erweitert, bis die „Schmerzgrenze“ erreicht war. Ich habe mich so Schritt-für-Schritt herangetastet, an das was möglich ist. Wenn man sich auf einen bestimmten Betrag an Ausgaben eingependelt hat kommt der zweite Schritt in dem nach und nach neue Einnahmequellen erschlossen werden können und somit die Einnahmeseite erweitert werden kann.

    VG
    Jan

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