BUV: Beruf und Karriere absichern

12. Mai 2011

Nach der Ausbildung im Beruf durchstarten und die Karriereleiter Stück für Stück nach oben klettern – viele Berufseinsteiger träumen davon. Und sind damit nicht allein – fast jeder Erwerbstätige wünscht sich für die Karriere den großen Wurf. Abseits dieser Hoffnung bleiben Risiken oft unberücksichtigt – wie die Berufsunfähigkeit. Dabei gehört sie zu den wesentlichen Gefahren im Alltag, welche die gesamte Zukunftsplanung zunichtemachen können.

Denn mit der Berufsunfähigkeit ist nicht nur eine psychische Belastung verbunden. Auch unter dem finanziellen Aspekt wird Berufsunfähigkeit schnell zum Stein, der eine ganze Lawine ins Rollen bringt.

Berufsunfähigkeit – das unterschätzte Risiko

Warum wird Berufsunfähigkeit als Risiko von vielen Erwerbstätigen kaum wahrgenommen? Einer der Gründe: Ursachen, die zur Berufsunfähigkeit führen, werden falsch eingeschätzt. Richtig ist zwar, dass Unfälle für einen Teil der Fälle verantwortlich sind. Allerdings sind es rein statistisch gesehen eher Krankheiten, die zur Berufsunfähigkeit führen. Krebs, Herz-Kreislauf-Beschwerden – aber zuallererst psychische Erkrankungen lösen Berufsunfähigkeit aus. Und dürften angesichts der aktuellen Entwicklung in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung oder staatliche Unterstützung

Ein weiterer Grund, warum viele das Risiko Berufsunfähigkeit falsch einschätzen, ist der Glaube an das soziale Netz. „Der Staat wird schon einspringen, wenn ich nicht mehr richtig kann.“ Falsch – seit einigen Jahren gibt es für alle, die nach dem 2. Januar 1961 geboren sind, keine Berufsunfähigkeit mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung. Einzig und allein die Erwerbsminderungsrente kommt als Absicherung in Frage. Und auch nur dann, wenn bestimme Bedingungen erfüllt werden. Speziell Azubis, Studenten und Selbständige – aber auch Beschäftigte – sind daher mit privaten Vorsorgemaßnahmen wie der Berufsunfähigkeitsversicherung gut beraten.

Berufsunfähigkeitsversicherung – vom Vergleich zum Abschluss

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt aus einem wichtigen Grund als elementarer Bestandteil der individuellen Vorsorge. Sie zahlt im Fall der Berufsunfähigkeit eine Rente aus. Diese BU-Rente ersetzt quasi den Einkommensausfall. Wie in jedem anderen Bereich privater Versicherungen unterscheiden sich die Angebote der einzelnen Versicherungsgesellschaften auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich. Vergleichen und die Versicherungsbedingungen genau prüfen ist daher Pflicht.

Ein wichtiger Punkt betrifft die Höhe der BU-Rente. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so ausgelegt sein, dass sie alle wichtigen Ausgaben decken kann. Vor dem Vergleich raten Experten daher zu einer umfassenden Bedarfsermittlung, in der alle wesentlichen Zahlungsverpflichtungen zu berücksichtigen sind. Ein Tipp: Bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung die Möglichkeit der Nachversicherung, lässt sich die BU-Rente auch während der Versicherungslaufzeit an Veränderungen anpassen.

Zwei weitere Punkte betreffen den Leistungszeitpunkt sowie das Recht der abstrakten Verweisung. Eine hochwertige Berufsunfähigkeitsversicherung sollte bereits bei teilweise Berufsunfähigkeit (i. d. R. 50 Prozent) die BU-Rente auszahlen. Und verzichtet auf die abstrakte Verweisung, mit der sie den Versicherungsnehmer auf einen anderen Beruf verweisen und die Leistung verweigern kann.

One Comment

  • Sina 13. November 2011 at 14:16

    Beleihen ist meist sinnvoll, aber viele wollen sie einfach nur los werden 😉

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